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A

Abdichtungsbereiche

Welche Bauteile können mit Durabase-CI-Matten abgedichtet werden?

Balkone und Terrassen, Dachterrassen, Wand- und Bodenflächen in privaten und öffentlichen Feucht- und Nassbereichen, Wand- und Bodenflächen von Schwimmbecken und Beckenumgängen in Innen- und Außenbereichen, Großküchen, Lebensmittelbereiche, Molkereien, Autowaschstraßen usw.

Außenbereiche

Muss bei der Fliesenverlegung auf CI-Matten im Außenbereich ein besonderer Dünnbettmörtel verwendet werden?

Für die Fliesenverlegung auf CI-Matten in Außenbereichen sollte nach Möglichkeit ein schnellabbindender Fließbettmörtel der Klasse C2 (= erhöhte Haftung) verwendet werden. Verlegetechnisch ist unbedingt auf eine vollflächige Fliesenverlegung (keine Hohlstellen in den Mattenvertiefungen und unter den Fliesen) entsprechend dem CI-Produktdatenblatt und der Ausführungsnorm DIN 18157 zu achten.

B

Balkone und Terrassen

Können CI-Matten auch auf Balkonen und Dachterrassen verwendet werden?

Balkone und Terrassen unterliegen starken thermischen Spannungen und Feuchtigkeitsbeanspruchungen. Durch die Verwendung einer CI-Matte können Spannungen aus den Verlegeuntergrund rissfrei aufgefangen werden. Des weiteren stellt die CI-Matte eine Feuchtigkeitsabdichtung dar (sogenannte Verbundabdichtung) wodurch die gesamte Fliesenkonstruktion vor Feuchtigkeitsschäden geschützt wird.

Bewegungsfugen

Sind auch bei der Verwendung von Durabase-CI-Matten Bewegungsfugen erforderlich?

Bewegungsfugen werden auch bei der Fliesenverlegung auf CI-Matten erforderlich, d. h. bei schwimmenden Estrichen ab 40 qm Flächengröße (Ausnahme unbeheizter Anhydritestrich), bei Seitenlängen > als 8 m sowie in allen Türdurchgangsbereichen. Bei Verbundestrichen sowie bei Estrichen auf Trennschichten ab Seitenlängen von 8–10 m. Des weiteren sind selbstverständlich Anschluss-, Rand- und Gebäudetrennfugen anzulegen.

C

Chemikalienbeständige Beläge

Können mit Durbase-CI-Matten auch chemikalienbeständige Fliesenbeläge hergestellt werden?

Aufgrund der guten chemischen Beständigkeit der CI-Matten können diese auch für chemikalienbeständige Fliesenbeläge eingesetzt werde. Hierzu müssen zuvor die Art der Säure oder Base, deren Konzentration, Einwirkungstemperatur und Einwirkungsdauer bekannt sein. Die Fliesenverlegung auf der CI-Matte und deren Verfugung erfolgt in aller Regel mit einem Reaktionsharz auf Epoxidharzbasis.

E

Entkopplungsfunktion

Ist aufgrund der festen CI-Mattenverklebung eine funktionsfähige Entkopplung zum Verlegeuntergrund gewährleistet?

Die Entkopplung des Verlegeuntergrundes ist durch die spezielle CI-Matten-Konstruktion und der damit verbundenen dynamischen Wirkungsweise der Matte gegeben.

F

Fliesengrößen

Welche Fliesengrößen können auf CI-Matten verlegt werden?

Mit Ausnahme von Kleinmosaik (2 x 2 cm) können alle handelsüblichen Fliesengrößen verwendet werden. Grundsätzlich muss darauf geachtet werden, dass eine relativ vollflächige Verlegung (ohne Mörtelhohlstellen) erzielt wird.

Fußbodenheizungen

Können Niedrigtemperatur-Fußbodenheizungen mit Vorlauftemperaturen von ca. 35° C direkt über einer Durabase-CI-Matte verlegt werden?

Ja, denn die relativ niedrigen Temperaturen der Fußbodenheizung führen nicht zu einer Stabilitätsbeeinträchtigung der CI-Matte. Zudem besteht die CI-Matte aus temperaturbeständigem Kunststoffmaterial. Die Einbettung der Heizelemente über der CI-Matte erfolgt am besten mit einem flexibel eingestellten Mittelbettmörtel.

G

Gussasphaltestriche

Können im Außenbereich auf Gussasphaltestriche Fliesenbeläge auf einer zuvor aufgebrachten Durabase-CI-Matte aufgebracht werden?

Nur in Verbindung mit einer Durabase-CI-Matte als Entkopplungsmatte ist eine Fliesenverlegung auf Gussasphaltestrich im Außenbereich möglich. Der Dünnbettmörtel für die CI-Mattenverklebung sollte auf die thermoplastischen Gussasphalteigenschaften abgestimmt sein (Herstellervorschriften beachten). Bewegungsfugen im keramischem Belag entsprechend dem ZDB-Merkblatt "Bodenbeläge aus Fliesen und Platten ausserhalb von Gebäuden" herstellen, (d. h. in der Regel Feldgrößen bis max. 5,00 x 5,00 m).

H

Heizestriche

Können Durabase CI-Matten auch nachträglich auf einem Heizestrich aufgebracht werden?

Die Verlegung von CI-Matten, z. B. auf einem gerissenen Heizestrich, ist aus technischer Sicht möglich, da die CI-Matten einen günstigen Wärmeleitfähigkeitswert (0,16 W/m K) aufweisen. Zudem sorgen die Luftkanäle unter der CI-Matte für eine schnelle und gleichmäßige Wärmeverteilung unter der keramischen Belagsfläche.

Hochbelastete Bodenbeläge

Können CI-Matten auch unter mechanisch hochbelasteten keramischen Bodenbelägen verwendet werden?

Unter Beachtung des ZDB-Merkblattes "Mechanisch hoch belastbare keramische Bodenbeläge" können CI-Matten auch für diesen Anwendungsbereich verwendet werden. Für die Funktionstüchtigkeit des keramischen Belages ist allerdings eine ausreichend bemessene Fliesendicke (Bruchfestigkeitswert) sowie eine vollflächige Fliesenverlegung mit Fliessbettmörtel zwingend erforderlich.

Holzuntergründe

Was muss bei der Verlegung von Durabase-CI-Matten auf Holzuntergründen beachtet werden?

Generell müssen Holzuntergründe gerade, fest, tragfähig und eine ausreichend große Biegefestigkeit aufweisen. Unebenheiten in der Belagsfläche können mit geeigneten Nivelliermassen oder mit einer zusätzlichen Spanplattenlage (V 100 G) ausgeglichen werden. Holzuntergründe sind vor der Mattenverklebung mit einer wasserabweisenden Grundierung vorzustreichen und nach entsprechender Abtrocknung der Grundierung mit einem geeigneten Flexmörtel oder Reaktionsharzkleber vollflächig zu verkleben.

M

Mörtelverbrauch

Wieviel kg Dünnbettmörtel je qm wird für die CI-Mattenverlegung sowie für das Schließen der Vertiefungen benötigt?

Für die Verklebung der CI-Matte mit einer 4 mm großen Kammzahnung wird je nach spez. Mörtelgewicht eine Trockenmörtelmenge von ca. 2,0 kg/qm sowie 3,0 kg/qm für die Oberseite der Matte benötigt, d. h., es werden ca. 5,0 kg/qm Dünnbettmörtel benötigt zuzüglich die Menge für die Fliesenverlegung.

Mattenstöße und Wandanschlüsse

Wie werden Mattenstöße und Wandanschlüsse fachgerecht abgedichtet?

Um in allen Detailpunkten eine voll funktionsfähige Abdichtung zu erzielen, müssen Mattenstöße, Wandanschlüsse, Durchdringungen und Bodenabläufe mit Durabase-WP-Dichtbändern oder mit Durabase-Flex- WPF-Dichtbändern und -Dichtmanschetten unter Verwendung eines geeigneten Dünnbettmörtels (z. B. Mapei Granirapid) oder einer Zweikomponenten-Abdichtung (z. B. Mapei Mapelastic) eingedichtet werden. Dabei wird der Dünnbettmörtel entlang der Stoßnähte in einer Breite von jeweils ca. 8 cm mit der glatten Seite der Kammkelle so aufgetragen, dass dieser die offenen Noppen gut ausfüllt und eine gleichmäßig dicke Mörtelschicht von ca. 1 mm entsteht. Das WP-Dichtband (15 cm breit) wird in den frischen Mörtel eingelegt und mit einer Kelle fest angedrückt, damit dieses vollsatt im Mörtel liegt und keine Luftblasen unter dem Dichtband vorhanden sind. Die Überdeckung der Dichtbänder untereinander sollte ca. 8 cm betragen, wobei diese mit dem zuvor genannten Mörtel-/Abdichtungsmaterial verklebt werden.

Mattenverlegung

Wie erfolgt die CI-Mattenverlegung auf dem Verlegeuntergrund?

Die CI-Matte muss grundsätzlich immer mit dem Untergrund verklebt werden. Auf dem vorbereiteten Verlegeuntergrund wird ein Flexmörtel (DIN EN 12004-C2) mit einer 4 mm großen Kammzahnung gleichmäßig dick aufgetragen, in den dann innerhalb der kleberoffenen Zeit (ca. 20 Min.) die Matte eingedrückt und anschließend gut fest geklopft wird. Die CI-Matte wird immer mit der hellen Vliesgewebeseite nach unten in den Flexmörtel eingelegt. Dies gewährleistet eine optimale Haftung zwischen Verlegeuntergrund und CI-Matte. Die Matten werden dicht gestoßen ohne das sich eine nennenswerte Fuge ergibt. Zu den Wänden hin ist eine Randfuge von ca. 5 mm einzuhalten. Mattenstöße werden Zug um Zug mit Durabase-WP-Dichtband unter Verwendung des gleichen Flexmörtels überklebt.

Mattenvertiefungen

Müssen die Mattenvertiefungen komplett mit Dünnbettmörtel geschlossen werden?

Die Mattenvertiefungen müssen aus technischen Gründen immer vollflächig mit Dünnbettmörtel geschlossen werden sowohl im Innenbereich wie auch im Außenbereich, um so Hohlstellen in der Belagsfläche zu vermeiden (wichtig bei Außenbelägen und mechanisch belastbaren Bodenbelägen). Durch die Mattenvertiefungen mit dem aufkaschierten Gitternetz ist sichergestellt, dass sich der Dünnbettmörtel des Fliesenbelages optimal mit der CI-Matte verkrallt und einen zusätzlichen mechanischen Adhäsionseffekt bewirken.

R

Restfeuchte in Anhydritestrichen

Ab welcher Restfeuchte können Anhydritestriche mit Durabase-CI-Matten belegt werden?

Ab einer Restfeuchte von ca. 2 % (gemessen mit dem CM-Gerät) kann Anhydritestrich mit Durabase-CI-Matten belegt werden. Ohne CI-Matten muss ein Feuchtigkeitswert von kleiner als 0,5 % erreicht sein, bevor mit der Fliesenverlegung begonnen werden darf.

V

Verbundabdichtung

Können mit Durabase-CI-Matten auch feuchtigkeitsdichte Fliesenbeläge erstellt werden?

Durabase-CI-Matten können als alternative Verbundabdichtung unter keramischen Belägen eingebaut werden. Die mit CI-Matten hergestellte Abdichtung ist für mäßigbeanspruchte Abdichtungsbereiche geeignet.

Verkehrslasten

Welche Verkehrslasten können von der CI-Matte aufgenommen werden?

Da die Lastabtragung bei der CI-Matte zu 50 % direkt über den Verlegeuntergrund erfolgt, können relativ hohe stationäre und dynamische Verkehrslasten von der CI-Matte aufgenommen werden. So kann z. B. das Gesamtgewicht eines Geländewagens mit 2,5 t und einer daraus resultierenden Punktbelastung von 1,22 N/qmm nicht zu einem Versagen der Bodenkonstruktion führen. Auch höhere Verkehrslasten sind selbstverständlich möglich, wobei jedoch zur Belastungseinschätzung eine Rücksprache mit unserer Anwendungstechnik erforderlich ist.

Verlegeuntergründe

Bei welchen Verlegeuntergründen ist eine Entkopplung mit Durabase-CI-Matten sinnvoll?

Bei allen problematischen Untergründen, wie z. B. zu feuchte Estriche, gerissene Untergründe, Mischuntergründe, Holzuntergründe, verunreinigte Untergründe, z. B. durch Klebstoffreste, Doppelböden, Gussasphaltestrich, Trockenstriche, alte keramische Beläge, wie z. B. Balkon- und Terrassenbeläge, Heizestriche, junger Beton, diverse Kunststoffuntergründe sowie Metalluntergründe.

W

Wartezeiten bei Fliesenverlegung

Kann eine Fliesenverlegung direkt im Anschluss an die CI-Mattenverlegung vorgenommen werden?

Es wird empfohlen mit der Fliesenverlegung erst dann zu beginnen nachdem der Dünnbettmörtel ausreichend erhärtet ist (Herstellervorschriften und Baustellenverhältnisse beachten). Unter der Verwendung von Schaltafeln als sogenannte Laufbretter können Fliesenbeläge direkt nach der Mattenverklebung aufgebracht werden, des weiteren kann auch mit schnellabbindenden Mörtelsystemen eine zügige Fliesenverlegung erzielt werden.

Z

Zementestriche

Ab welchem Zeitpunkt können neu hergestellte schwimmende Zementestriche mit einer CI-Matte belegt werden (einschließlich Fliesenbelag).

Zementestriche können mit CI-Matten belegt werden wenn diese eine ausreichende Tragfestigkeit erreicht haben, d. h., dass je nach Baustellenbedingungen der Estrich bereits nach ca. 3 Tagen mit Durabase- CI-Matten und Fliesen belegt werden kann. Ohne Verwendung einer CI-Matte können neu hergestellte Zementestriche erst nach 28 Tagen bzw. ab einer Restfeuchte von < als 2 % belegt werden (gemessen mit dem CM-Gerät).

 

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